Der Gegenstrom Elfershausen

Wir wehren uns gegen die geplante Stromtrasse SuedLink!

Wieso ist es soweit gekommen?

Als "Rückgrat der Energiewende" wird die Stromtrasse Suedlink zuweilen bezeichnet. Ein ebenfalls häufig genannter Begriff ist die "Energiewende", die seit etwa zehn Jahren umgesetzt werden soll.

Wer sich noch an die anfänglichen Diskussionen vor einigen Jahren erinnert, dem ist untrennbar auch der Begriff Klimawandel damit verbunden. Es gibt zahlreiche Studien, die hier eine eindeutige Position beziehen. Energiewende, also weniger fossile und mehr regenerative Energieträger? So war das tatsächlich einmal gedacht, um klimaschädliche Treibhausgase zu reduzieren, sollten Klimakiller wie Kohlekraftwerke durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Auch Kraftfahrzeuge sollten in das Elektromobilitätszeitalter gehoben werden und weniger oder besser gar keine Emissionen mehr von sich geben. Das Auto mit Solarstrom aufladen und losfahren war so eine Idee. Ein hundertprozentiger Umstieg auf erneuerbare Energien wurde uns versprochen. Dann kam die Naturkatastrophe in Japan mit anschließender Havarie des Kernkraftwerkes Fukushima. Jetzt musste plötzlich alles ganz schnell gehen. Eben noch den Ausstieg vom Atomausstieg beschlossen, ruderte die „Alternativlose“ zurück und wollte jetzt den totalen und sofortigen Ausstieg aus der Kernkraft. Wenn man heute, im Jahre 2014, nach den Zielen der Energiewende fragt, so bekommt man nicht mehr als Antwort: „Wir wollen das Klima retten“, sondern „Wie können wir den Ausstieg aus der Kernenergie bezahlen“. Durch die EEG-Umlage erhöhen sich für den Stromverbraucher in zunehmenden Maße die Stromgebühren, zumal Großverbraucher nicht zur Kasse gebeten werden. Das ursprüngliche Ziel, die erneuerbaren Energien als Ersatz für Kernkraft und für fossile Energieträger, wie Kohle, Erdöl und Erdgas zu verwenden, rückt in immer weitere Ferne. Offensichtlich unter dem Einfluss großer Energieunternehmen werden die erneuerbaren Energien in ihrem Ausbau gebremst.

Gleichzeitig nimmt der Verbrauch von Braun- und Steinkohle erheblich zu. So stiegen zum Beispiel die Importe von Steinkohle von 2003 bis 2013 von ca. 29 Millionen Tonnen auf 51 Millionen Tonnen! Der von der Politik beschlossene Kernkraftausstieg führt also zu einer deutlichen Erhöhung des Kohleverbrauchs in Deutschland. Es werden nicht nur die alten Kohlekraftwerke weiterbtrieben, es werden auch aktuell neue Kohlekraftwerke gebaut. Jetzt kommen auch die großen Stromtrassen, die nie für die erneuerbaren Energien benötigt würden, sondern für die vielen Kohlekraftwerke deren Stromeinspeisung gesetzlich in vollem Umfang garantiert wird. Die am SuedLink angeschlossenen Kohlekraftwerke im Norden der Republik beziehen übrigens ihre Kohle zum größten Teil aus Kolumbien und Russland, Ländern, in denen die Arbeitsbedingungen nicht akzeptabel sind.

Die Energiewende ist tot, es lebe die Energiewende!


Unsere Forderungen:

Wir wollen sachlich und überparteilich über das Projekt informieren!

Wir wollen eine dezentrale Stromversorgung mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien!

Wir fordern mehr finanzielle Mittel für die Erforschung zur Speicherung elektrischer Energie!

Wir sind gegen die Stromtrasse „SuedLink“ durch unsere Gemeinde und das Saaletal!

Wir werden Widerstand leisten gegen eine überstützte „Energiewende“ und ein Projekt ohne Bürgerbeteiligung!

Wir wollen den Erhalt unserer Kulturlandschaft und Heimat!

 

 

 

 

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